Für die Bodenreinigung im Pool gibt es vier Gerätetypen: den Poolroboter, den Handsauger, den hydraulischen (saugseitigen) Bodensauger und den druckseitigen Sauger. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer die Arbeit erledigt, wo der Schmutz landet und ob Wände und Wasserlinie mitgereinigt werden.
Die vier Gerätetypen im Überblick
Poolroboter
Ein Poolroboter hat eine eigene Pumpe, einen eigenen Filter und einen eigenen Antrieb. Er wird per Akku oder Kabel betrieben und ist unabhängig von der Filteranlage. Schmutz landet im Filterkorb des Geräts, den Sie nach jedem Einsatz leeren. Die Grundlagen erklärt der Ratgeber Was ist ein Poolroboter?.
Handsauger
Der klassische Handsauger besteht aus einem Saugkopf an einer Teleskopstange und einem Schlauch, der an Skimmer oder Saugdüse angeschlossen wird. Den Sog liefert die Filterpumpe, der Schmutz landet im Filter der Poolanlage. Daneben gibt es akkubetriebene Handsauger mit eigenem Filterbeutel. In beiden Fällen führen Sie das Gerät selbst über den Boden.
Hydraulischer (saugseitiger) Bodensauger
Ein hydraulischer Bodensauger wird wie ein Handsauger an Skimmer oder Saugdüse angeschlossen, fährt aber selbstständig. Der Sog der Filterpumpe treibt ihn an, meist im Zufallsmuster. Er läuft nur, solange die Filterpumpe läuft, und braucht eine ausreichend starke Pumpe. Der Schmutz gelangt in die Filteranlage, die dadurch häufiger rückgespült oder gereinigt werden muss.
Druckseitiger Sauger
Ein druckseitiger Sauger nutzt den Wasserrücklauf der Filteranlage als Antrieb und sammelt den Schmutz in der Regel in einem eigenen Beutel. Häufig ist eine zusätzliche Booster-Pumpe nötig. Hierzulande ist dieser Typ vergleichsweise selten.
Vergleich: Aufwand, Kosten, Ergebnis
| Kriterium | Poolroboter | Handsauger | Hydraulischer Sauger | Druckseitiger Sauger |
|---|---|---|---|---|
| Antrieb | Eigene Pumpe, Akku oder Kabel | Von Hand, Sog meist über Filterpumpe | Sog der Filterpumpe | Rücklauf der Filterpumpe, oft plus Booster-Pumpe |
| Schmutz landet in | Filterkorb im Gerät | Filteranlage oder Beutel | Filteranlage | Beutel am Gerät |
| Ihr Zeitaufwand | Gering: einsetzen, Filter leeren | Hoch: jeder Durchgang von Hand | Gering bis mittel: anschließen, Filter rückspülen | Gering bis mittel |
| Wände und Wasserlinie | Je nach Modell | Von Hand möglich | Meist nur Boden, teils Wände | Meist Boden, teils Wände |
| Aktive Bürsten | In der Regel ja | Nein | In der Regel nein | Teilweise |
| Anschaffung | 299–1.999 € (UVP, Datenbank) | Meist niedrig | Meist deutlich unter Roboter-Niveau | Mittel, plus ggf. Booster-Pumpe |
| Laufende Kosten | Strom für Roboter oder Ladegerät | Strom der Filterpumpe | Strom der Filterpumpe, häufigeres Rückspülen | Strom der Pumpe und ggf. Booster |
Beim Reinigungsergebnis liegt der Poolroboter meist vorn, weil er Bürsten und eigene Filterung kombiniert. Die Filterfeinheit reicht in unserer Datenbank laut Hersteller von 3 bis 180 µm. Hydraulische Sauger hängen dagegen von der Leistung Ihrer Filterpumpe ab und fahren oft nach dem Zufallsprinzip.
Vor- und Nachteile des Poolroboters
Das spricht dafür
- Arbeitet selbstständig, auch per Zeitplan bei Modellen mit App
- Eigener Filter entlastet die Filteranlage
- Je nach Modell Reinigung von Wänden und Wasserlinie
- Unabhängig von der Laufzeit der Filterpumpe
Das spricht dagegen
- Höhere Anschaffungskosten als Sauger
- Filterkorb muss nach jedem Einsatz geleert werden
- Akku-Modelle mit begrenzter Laufzeit, Kabelmodelle mit Kabelhandling
- Treppen und enge Ecken oft nur eingeschränkt erreichbar
Entscheidungstabelle
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Kleiner Aufstellpool, selten genutzt, wenig Schmutz | Handsauger |
| Aufstellpool, regelmäßig genutzt | Leichter Akku-Bodenreiniger mit Freigabe für Aufstellpools |
| Einbaupool, knappes Budget, kräftige Filterpumpe | Hydraulischer Bodensauger |
| Einbaupool, Wände und Wasserlinie sollen sauber werden | Poolroboter mit Wand- und Wasserlinienmodus |
| Großer Pool, sehr häufige Reinigung | Kabel-Poolroboter ohne Laufzeitgrenze |
| Viel Laub | Vorher abkeschern, dann Roboter mit großem Filterkorb |
Für Aufstellpools ist in unserer Datenbank nur ein Modell laut Hersteller ausdrücklich freigegeben:
AiperScuba SEBoden · bis 1 h 30 min · UVP 299 €4,9/10Weitere Optionen für weiche Beckenwände finden Sie unter Poolroboter für Aufstellpools, günstige Modelle unter Poolroboter unter 500 Euro.
Wann ein Poolsauger die bessere Wahl ist
Ein Handsauger oder hydraulischer Sauger ist sinnvoll, wenn der Pool klein ist, nur kurz in der Saison genutzt wird oder das Budget knapp ist. Auch als Ergänzung bleibt ein Handsauger nützlich: für Treppen, Ecken und punktuellen Schmutz, den ein Roboter nicht erreicht.
Filteranlage bleibt nötig
Kein Gerätetyp ersetzt die Filteranlage. Sie wälzt das Wasser um und hält es klar, während Roboter und Sauger abgesunkenen Schmutz entfernen.
Unsere Einordnung
Wer den Pool regelmäßig nutzt und Zeit sparen will, ist mit einem Poolroboter am besten bedient – idealerweise mit Wand- und Wasserlinienmodus. Ein Handsauger ist die günstige Alternative für kleine Becken und als Ergänzung für Treppen. Ob sich die höhere Anschaffung rechnet, zeigt der Ratgeber Lohnt sich ein Poolroboter?.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Poolroboter und Poolsauger?
Ein Poolroboter arbeitet autonom mit eigener Pumpe und eigenem Filter. Ein klassischer Poolsauger wird von Hand geführt oder hängt an der Filteranlage des Pools.
Verfasst von
Poolradar RedaktionDie Redaktion pflegt die Produktdatenbank, wertet Herstellerangaben aus und schreibt Kaufberatungen und Ratgeber. Bewertungen entstehen nach der öffentlich dokumentierten Methodik.
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